Wien: Zehntausende demonstrieren gegen Corona-Massnahmen

Heute demonstrieren in der österreichischen Hauptstadt Wien laut der Wiener Polizei rund 40’000 Menschen gegen die Corona-Massnahmen. Bei Gegendemonstrationen versammelten sich demnach etwa 1’500 Personen.

Vor zwei Wochen fand in Wien bereits eine Grossdemonstration statt, bei der schätzungsweise 40’000 Teilnehmer beteiligt waren. Laut dem Magazin derstandard.at gab es in Wien zahlreiche, bundesweit «etwa 40 Versammlungen mit Bezug zu Corona»:

«Angemeldet wurde der Großteil der Versammlungen von Einzelpersonen, die meist in Zusammenhang mit einschlägigen Gruppen aus dem Querdenkermilieu stehen.» (derstandard.at)

Die Demonstration, die unter anderem von der Partei FPÖ beworben wurde und bei der eine FFP2-Maskenpflicht gilt, versammelte an vorderster Front gewaltbereite Rechtsextreme, Verschwörungsgläubige und Coronagegner, offenbar kam es zu Angriffen der Corona-Massnahmengegner auf die Polizeikräfte. Dies belegen unter anderem auf Twitter diverse Videos und Beiträge, die man insbesondere über den Hashtag #w0412 findet.

Laut dem österreichischen Nachrichtensender orf.at wurde die Polizei von den Demonstranten mit pyrotechnischen Gegenständen angegriffen, die Polizei antwortete mit Einsatz von Pfeffersprays.

Absperrungen wurden durchbrochen und die Polizei erstellte Strafanzeigen wegen Nichteinhaltung der Maskenpflicht. Laut Augenzeugen gabe es in der Nähe der U-Bahn-Station Landstrasse Zusammenstösse zwischen der Polizei und Corona-Massnahmengegnern.

Bei der Demonstration waren rund 1200 Polizeibeamte im Einsatz. Polizeisprecherin Barbara Gass teilte mit, dass die Wiener Polizei Unterstützung aus anderen Bundesländern erhielt, unter anderem, um wichtige Infrastruktur zu schützen:

«Laut Innenministerium ist es seit der Ankündigung des Lockdowns und der Impfpflicht immer wieder in sozialen Netzwerken zum Aufruf zu Aktionismus vor Krankenhäusern gekommen.»

Verschwörungstheoretiker, Rechtsextreme, QAnon, Corona-Aktivisten

Die österreichische FPÖ-Politikerin Dagmar Belakowitsch behauptete an einem «Fairdenken»-Stand durch das Mikrofon, dass auf den Intensivstationen der Spitäler keine «ungeimpften» COVID-Patienten lägen, sondern Opfer der Corona-Impfschäden.

Polizei geht gegen die linken Gegendemonstrationen vor

Der investigative Journalist Michael Bonvalot berichtet auf Twitter über ein sehr konsequentes Vorgehen gegen die linken Gegendemonstrationen. So sei die Gruppierung «fast vollständig mit Tretgittern eingesperrt» und es sei eine Hundestaffel gegen die linke Demonstration aufgezogen worden.

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Header-Bild: Tweet von Markus Sulzbacher (Screenshot)

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