Wallis: Lawinen sowie der Winter- und Bergsport fordern mehrere Todesopfer

Im Kanton Wallis verstarben in der vergangenen Woche mehrere Personen im Zusammenhang mit Lawinenniedergängen, dem Winter- oder dem Bergsport.

(Lesezeit: ca. 3 Minuten | Aktualisiert: 24.01.2021, 15:42)

Montag: Lawinenniedergang bei Siviez

Nachdem am Sonntag vor einer Woche in Verbier ein Skiunfall ein Todesopfer forderte, war es am darauf folgenden Montag ein Lawinenniedergang bei Siviez in der Region des «Col des Gentianes», bei dem sich ein 29-jähriger irischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz im Wallis tödliche Verletzungen zuzog.

Eine Gruppe von drei Skifahrern verliess um 12:20 Uhr die markierte Piste, später löste sich eine Schneewechte, die einen der drei Skifahrer mitriss und verschüttete.

Die anschliessend durchgeführten Bergungsarbeiten wurden durch die Kantonspolizei Wallis, die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO 144), Rettungshubschrauber der Air-Glaciers, einem Lawinenhundeführer samt Hundestaffel sowie Pisten-Patrouilleuren durchgeführt.

Freitag: Tödliche Verletzungen nach Bergunfall in Vouvry

Ein 56-jähriger Bergführer war am Freitag mit zwei Gästen auf einer Skitour im Gebiet «Torgon» unterwegs und beabsichtigte, gemeinsam mit deinen Gästen den Gipfel des «Le Linleu» zu besteigen. Auf einer Höhe von 2’094 Meter über Meer brach laut Kantonspolizei kurz nach 13:00 Uhr eine Schneewechte ab und riss den im Unterwallis wohnhaften Bergführer mit.

Die beiden Gäste alarmierten daraufhin die Rettungskräfte, die umgehend eine Bergungsaktion einleitete. Der Bergführer konnte von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden.

Gleichentags ein weiteres Todesopfer nach Skiunfall abseits der Piste
Kaum eine Viertelstunde vor dem tödlichen Bergunfall in Vouvry ereignete sich auf Gemeindegebiet von Saxon im Gebiet «Savoleyres» ein Skiunfall, bei dem sich ein 23-jähriger Freeride-Skifahrer tödliche Verletzungen zuzog.

Der Schwede mit Wohnsitz in Verbier war in Begleitung eines zweiten Wintersportlers ausserhalb der markierten Piste unterwegs. Als der 23-Jährige auf einem Felsband anhielt, brachen die Schneemassen unter ihm ein und rissen den Mann über das Felsband in die Tiefe.

Der Begleiter des Verunfallten alarmierte sofort die Rettungskräfte, die vor Ort nur noch den Tod des Mannes feststellen konnten.

Samstag: Ein Todesopfer nach Lawinenniedergang bei Nendaz

Ein Bergführer, ein 56-jähriger Walliser mit Wohnsitz im Mittelwallis, war am Samstag mit drei Gästen gegen 12:20 Uhr im Gebiet Chassoure ausserhalb der markierten Pisten auf der Abfahrt.

Auf einer Höhe von 2’700 m ü. M. löste sich aus noch nicht geklärten Gründen eine Lawine, die den Bergführer sowie einen seiner Gäste mitriss. Das Lawinenfeld war laut Kantonspolizei Wallis 900 Meter lang und 300 Meter breit.

Daraufhin wurden die Rettungskräfte von weiteren Skisportlern alarmiert, die den Lawinenniedergang beobachtet hatten. Den Einsatzkräften gelang es, die beiden Verschütteten zu orten und anschliessend zu bergen.

Beide Verunfallten wurden nach der Bergung mit dem Rettungshelikopter ins Spital von Sitten geflogen. Der 56-jährige Bergführer erlag später im Spital seinen Verletzungen. Der zweite Verunfallte, ein 60-jähriger Waadtländer mit Wohnsitz in der Waadt, zog sich leichte Verletzungen zu und befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr.

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